Econfreak Beiträgen

Seit den 1940er Jahren dient das BIP als eierlegende Wollmilchsau der Wirtschaftsstatistik. Unter anderem als Maß für wirtschaftliche Entwicklung, Schuldentragfähigkeit des Staates und Lebensqualität. Aber ist es dafür überhaupt geeignet? Was misst das BIP eigentlich?

Warum fällt es so schwer Maßnahmen gegen Klimawandel, Plastikmüll im Meer oder den Verlust der Biodiversität zu ergreifen? Das zugrundeliegende Problem ist altbekannt und wird in der Literatur als „Tragödie der Gemeingüter“ beschrieben: gemeinsam genutzte Ressourcen werden oft bis zur Erschöpfung übernutzt. Die einzelnen Nutzer haben Anreize mehr davon in Anspruch zu nehmen, als es eine effiziente und nachhaltige Nutzung erlaubt. Die Erschöpfung von Gemeingütern lässt sich nur mit einer Beschränkung der Nutzung verhindern. Im besten Fall durch Regeln, die (1) den Erhalt der Ressource sicherstellen und (2) eine effiziente Nutzung ermöglichen. Die Herausforderung im Umgang mit unseren Ökosystemen bestehen darin, solche Regeln zu finden und zu etablieren.